Topkai & Sultanahmet (1)
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Wer nach Istanbul kommt, sollte unbedingt zwei Dinge tun. Nächtlich auf der Istaklal bummeln und - dies ist selbsterklärend - mit dem auch als Altstadt bezeichneten Istanbuler Stadtteil Sultanahmet eines der aufregendsten historischen Plätze der Welt erkunden:

Am besten ausgehend vom Hippodrom, es diente einst als Pferderennbahn der Byzantiner (Fassungsvermögen für 100.000 Menschen), sind die Sultan-Ahmed-Moschee (oder auch Blaue Moschee), die geheimnisvolle unterirdische Yerebatan Zisterne (Yerebatan Sarnici - unbedingt besuchen!) und natürlich die Hagia Sophia erster touristischer Höhepunkt.

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Die Sultan-Ahmed Moschee in Istanbul wurde von Sultan Ahmed I. in Auftrag gegeben und in nur sieben Jahren bis 1616, ein Jahr
vor dem Tod des Sultans, erbaut. Sie ist heute, nach der Säkularisierung der Hagia Sophia, Istanbuls Hauptmoschee. In Europa kennt man sie als Blaue Moschee wegen ihres Reichtums an blau-weissen Fliesen. Die Fliesen auf dem unteren Teil der Mauern und den Tribünen stammen aus der Blütezeit der Iznik-Fayencen. Die Moschee ist eines der wenigen islamischen Gotteshäuser der Welt mit sechs Minaretten. Nur die Hauptmoschee in Mekka hat eines mehr, das angefügt wurde, als die Sultan-Ahmed-Moschee sechs erhielt (siehe nachfolgenden Text).

Der Gebetsraum ist mit 53 m Länge und 51 m Breite fast quadratisch. Die Hauptkuppel hat einen Durchmesser von 23,5 m und ist 43 m hoch. Bemerkenswert ist noch das erstrebte Ziel, welches Sultan Ahmed I. mit dem Bau seiner Moschee erreichen wollte. Sie sollte gewaltiger werden als die Hagia Sophia und ihn unsterblich machen. Ersteres ist ihm nicht gelungen. Und er selbst hatte zumindest irdisch kein Glück und starb mit 27 Jahren.

Gemäss Hofchronisten hatte der Sultan bei der Auftragsvergabe vom Architekten verlangt, die Minarette zu vergolden. Da das aufzuwendende Blattgold aber das ihm vorgegebene Budget vollkommen überschritten hätte, "verhörte" sich Mehmet Aga und machte aus dem türkischen Wort altin („Gold“) die Zahl alti („sechs“). Dies rettete zwar den Kopf des Architekten brachte den Sultan allerdings Ärger mit der islamistischen Welt ein, da bisher nur die Moschee in Mekka sechs Minarette hatte. Dank einer Spende des Sultans für ein siebentes Minarett wurde die Relation wieder hergestellt.

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Schönheit liegt oft im verborgenen. Dies trifft auch für die geheimnisvolle unterirdische Yerebatan Zisterne (Yerebatan Sarnici), nicht ohne Grund auch der „Versunkene Palast“ genannt, zu.

Der Yerebatan Sarnici liegt nahe der Hagia Sophia und ist definitiv eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die 138 m lange und 65 m breite unterirdische Zisterne wurde in ihrem heutigen Zustand zwischen 532 und etwa 542 unter Kaiser Justinian  als Wasserspeicher für seinen (den Grossen) Palast angelegt. Zwölf Reihen von 28, insgesamt also 336 jeweils 8 m hohe Säulen tragen das Gewölbe.

Das Wasser, das in bester Qualität aus dem Belgrader Wald im Hochland im Westen von Istanbul kam, diente zur Versorgung des kaiserlichen Haushaltes. Nach der Eroberung Istanbuls durch die Osmanen wurde, da es Moslimen nicht erlaubt ist, ruhendes Wasser zu trinken, die Zisterne nicht mehr genutzt und geriet lange in Vergessenheit.

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